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bei
Niobe
Geschichte
Drei
Versuche,
eine Wasserfläche
zu
nutzen
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Wo heute viele tausend Wasservögel von neugierigen Besuchern bestaunt werden, war vor 500 Jahren noch die Ostsee. Ein Nehrungshaken schob sich von Norden her vor die Bucht und bildete ein Haff. Im 19. Jahrhundert wurde die Fläche trockengelegt und
landwirtschaftlich genutzt. Doch dann kam 1872 eine große Sturmflut und verwandelte das trockengelegte Haff in einen See. Die kostspielige
Landgewinnungsaktion war von der Natur wieder zunichte gemacht worden.

Statt einen neuen Anlauf in Richtung Landwirtschaft zu nehmen, versuchte man es mit einer neuen Idee: Man baute ein Teichgut. Die Nutzung als Fischzuchtbetrieb hatte einen unbeabsichtigten
Nebeneffekt: Angelockt vom Fischreichtum der Teiche hatten sich viele Vögel auf ihrem Flug von und nach Skandinavien hier niedergelassen zur vorübergehenden Rast . Das Gelände war bestens geeignet für eine Stärkung vor dem
kräftezehrenden Weiterflug.
Das ehemalige Haff war ein Vogelparadies geworden. |
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1963 wurde die
Teichwirtschaft eingestellt, weil sie unrentabel geworden war. Frage: Was fängt man mit der schönen Wasserfläche an ? Entwürfe für einen maritimen Ferienpark mit Hotels und allem Kommran wurden gezeichnet. Dagegen regte sich Widerstand. Unter Fachleuten war das Vogelparadies von Wallnau längst ein Begriff. Eine touristische Nutzung des Gebietes hätte die Vögel aus ihrem Paradies vertrieben.
Als 1975 das Teichgut zum Verkauf stand, erwarb der Deutsche Bund für Vogelschutz (heute NABU) mit finanzieller Unterstützung der zoologischen Gesellschaft Frankfurt und des Kreises Ostholstein die 30 ha große Fläche und baute sie zu einem Wasservogelreservat um. |
Die Teiche wurden umgestaltet, Uferlinien durch Buchten und Halbinseln verlängert, und ein Kanalsystem entwickelt, das eine gezielte Regulierung des Wasserstandes in den Teichen erlaubt. Die zahlreichen Besucher können die Vogelwelt nur noch von
speziellen Türmen aus beobachten, ohne die Tiere zu stören. Wallnau ist heute nicht nur ein Paradies für Vögel
sondern auch das größte
Naturinformationszentrum
an der Ostseeküste. |

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