Die Nutzung wechselt, der Hafen bleibt

Kursbuch

Ostholstein

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Blickpunkte
Heimatmuseum 

Naturzentrum Graswarder  

Hochseeangel-

fahrten 

 

Wander vorschlag

Wanderung mit dem Sand

Geschichte

Kleine Hafengeschichte


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Ausschlaggebend für die Gründung der Stadt im 13. Jahrhundert war ihre besondere Lage an der Nordspitze der wagrischen Halbinsel und damit bestens geeignet für den Warentransport zur dänischen Insel Lolland. Durch die beiden vorgelagerten Inseln Steinwarder und Graswarder war der Hafenplatz auf natürliche Weise geschützt.

Bis zum 2. Weltkrieg änderte sich wenig. Stolze Segelschiffe wurden mit Getreide beladen. Fischkutter fuhren zum Fang hinaus auf die See. Im 19. Jahrhundert gab es schon einmal eine »Vogelfluglinie«, die von Heiligenhafen nach Nystedt auf Lolland führte. Dann nahm der Verkehr nach Dänemark andere Wege.

Nach der Errichtung des eisernen Vorhangs flohen viele Fischer aus Ost- und Mitteldeutschland mit ihren Kuttern über die Ostsee und machten in Heiligenhafen fest. Dadurch verdoppelte sich die Fangflotte in dem kleinen Hafen.

Mit dem Wirtschaftswunder kreuzte vor Heiligenhafen 
eine ganz andere Art von Schiffen auf, die nach einem Hafen suchten: 
Segeln wurde zum Volkssport. Ein Yachthafen mit 700 Liegeplätzen ist das sichtbare Ergebnis dieser Quatiersuche.

In letzter Zeit aber gab es nicht mehr nur einen wachsenden Bedarf an Hafenfläche sondern auch eine schwindene Nachfrage: 
Der Handelshafen verlor 
mehr und mehr seine Fracht
- z.B. das Getreide - 
an die LKW-Konkurrenz. 
Gleichzeitig nahmen die Fangleistung der Fischkutter zu und die Fischvorkommen ab - viele Berufsfischer mussten sich umorientieren und fahren jetzt zahlende Gäste zum Hochseeangeln.

Diese Entwicklung wird in den nächsten Jahren weitergehen. Aus dem Handels- und Fischereihafen wird ein 
reiner Freizeithafen werden mit einem umfangreichen Angebot an maritimen Attraktionen. Das unmittelbare Umfeld des Hafens wird baulich verändert werden. 
Die Atmosphäre aber wird bleiben und weiter die Urlauber anlocken. Der Name des kleinen Städtchens bleibt also zurecht bestehen.