Wechselvolles Badeleben

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wechselvolles Badeleben

 

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Das mit dem »Bad« im Namen der Stadt war wie so vieles im Leben reiner Zufall. 1895 ließ der Schwartauer Braumeister Anton Baumann nach Trinkwasser bohren. Statt des erhofften klaren Wassers, aus dem er sein reines Bier brauen konnte, kam aber nur eine salzige Brühe aus dem Bohrloch. 
Doch der innovative Kopf erkannte schnell den besonderen Wert der erbohrten Jod-Solequelle, sattelte um und gründete im Jahr 1901 das Elisabeth-Bad.

Das Beispiel machte Schule. Wenige Jahre später wurde in der Nähe der Schwartau eine 2. Solequelle erbohrt und das Friedrich-August-Bad gebaut. Und unmittelbar neben dem Elisabeth-Bad errichtete ein Konsortium Schwartauer Bürger ein stolzes Kurhaus mit einem Park - der Aufschwung des Marktfleckens zum Kurort konnte beginnen. Diese Entwicklung wurde 1913 mit der Anerkennung als »Bad« des ein Jahr zuvor zur Stadt erhobenen Ortes gekrönt.

Ein anderes, sich ebenso erfolgreich entwickelndes Unternehmen kam in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen der Entfaltung Bad Schwartaus zum »Jodsole- und Moorheilbad« ein wenig in die Quere: die Schwartauer Werke. Dieser noch wichtigere Arbeitgeber in der Stadt dehnte sich genau dort aus, wo seinerzeit das Zentrum des Schwartauer Kurbetriebes lag, 1935/36 wurde das Kurhaus abgebrochen. Vom alten Kurzentrum überlebte nur das Elisabeth-Bad.

Erst 1970 nahm der Kurbetrieb in Bad Schwartau an anderer Stelle wieder einen neuen Aufschwung. Am Rande der Schwartauwiesen wurde ein neues Kurzentrum und ein neuer Kurpark gebaut.

1983 wurde das altehrwürdige Elisabeth-Bad geschlossen. In die nun historisch gewordenen Mauern zog das Museum der Stadt. Ein Mosaik an der Wand seines Vortragssaales erinnert noch an die ehemalige Nutzung.
Am neuen Standort aber ist das Badeleben kräftig aufgeblüht. Seit 1983 gibt es dort ein neues Kurmittelhaus, seit 1987 die Holstein-Therme als Jodsole-Thermalbad. 
Bad Schwartau als Kurort 
lebt weiter.