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An der B 202 zwischen
Döhnsdorf und Kaköhl weist ein braunes Schild auf ein besonderes archeologisches Kulturdenkmal hin: »Megalithgrab« steht auf dem Schild - was nichts anderes als »Großsteingrab« bedeutet.
Der Weg führt zu einer Anhöhe mit 3 Steingräbern aus der Zeit um 2800 v. Christus.

Ein Grab ist noch gut erhalten. Man erkennt einen Steinkranz mit einem Durchmesser von 14 m, und in der Mitte die eigentliche Grabkammer, die von 4 großen Decksteinen verschlossen ist.
Der Volksmund spricht von Hühnengräbern. Doch hier würden keine Hühnen (Riesen) zur Ruhe gebettet, sondern alle Toten einer Sippe.
Als Standort für eine solche Sammelgrabstätte wurden gern Hügel oder Berge ausgewählt. Auch die Gräber von Reuterweide liegen auf einem Hügel.
Von den beiden anderen Gräbern blieben nur noch Steinhaufen. |
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Megalithgrabkammern können bis zu 100 Meter lang sein.
In der Jungsteinzeit, als die Gräber von Reuterweide gebaut wurde, gab man sich schon mit kleineren Gräbern zufrieden. Aber auch dieses ohne moderne Maschinen errichtete Bauwerk zeugt von einer gewaltigen Leistung unserer Vorfahren.
Die Menschen der Bronzezeit vor 4000 Jahren machten sich die Sache schon einfacher:
Sie begruben ihre Toten in Baumsärgen, die mit Erde bedeckt wurden. Neue Särge wurden dicht an und auch
auf den schon vorhandenen Erdhügel gestellt und beerdigt, so dass im Laufe der Zeit
ein riesiger Hügel entstand. Solche Hügelgräber findet man in jeder Gemeinde in
Ostholstein. |
Mit den frühgeschichtlichen Grabstätten sind die Menschen nicht immer pfleglich umgegangen. Grabräuber plünderten den Schmuck, die Waffen und die Werkzeuge , die man den Toten mit auf die letzte Reise gegeben hatte. Viele große Steinhaufen wurden als Baustofflager genutzt. Durch die Feldbearbeitung wurde manch störender Hügel beseitigt. Viele Grabstätten aber haben die Jahrtausende überdauert und stehen heute als Kulturdenkmal unter Schutz. |

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